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Phi Phi vs James Bond Island: Welcher Phuket-Tagesausflug ist der Richtige?

Von Sarah Thornton — Ich lebe in Bangkok, habe jeden möglichen Tagesausflug von der Stadt aus gemacht und vergleiche hier die beiden bekanntesten Phuket-Touren: Phi Phi und James Bond Island. Ehrlich, direkt, ohne Bullshit.

Ich habe beide gemacht – hier ist, was Dir keiner sagt

Ich bin kein Fan von "entweder-oder"-Fragen. Aber bei Phuket-Tagesausflügen ist die Entscheidung zwischen Phi Phi und James Bond Island wirklich eine Gabelung im Weg. Beide Touren starten in Phuket, beide dauern einen ganzen Tag, beide kosten ähnlich viel – und trotzdem könnten die Erlebnisse nicht unterschiedlicher sein.

Ich habe beide in der Trockenzeit (November bis Februar) gemacht, bei klarem Wetter, also ohne Regen als Ausrede. Phi Phi war im Dezember 2023, James Bond Island im Januar 2024. Meine Erkenntnis: Die Frage ist nicht, welche Tour "besser" ist. Die Frage ist, wer Du bist.

Bist Du jemand, der ins Wasser springt, sobald das Boot anhält? Oder stehst Du lieber mit einer Kamera da und wartest auf das richtige Licht? Die Antwort entscheidet alles.

Die Phi-Phi-Erfahrung – Schnellboot, türkises Wasser, Massen

Ich buchte eine Phi-Phi-Schnellboot-Tour ab Phuket – Abfahrt 7:00 Uhr, Rückkehr gegen 17:00 Uhr. Der Transfer vom Hotel war pünktlich, der Kaffee an Bord war Instant, aber das war mir egal, weil wir nach 45 Minuten Fahrt die ersten Kalksteinfelsen sahen.

Maya Bay – ja, die aus The Beach – war der erste Stopp. Die Bucht ist seit 2022 wieder geöffnet, aber mit strikten Besucherlimits. Unser Guide sagte, wir hätten 45 Minuten. Tatsächlich waren es 30, weil zwei andere Boote gleichzeitig ankamen. Ich sprang ins Wasser, und es war so klar, dass ich die Sandkörner zehn Meter unter mir zählen konnte. Die Korallen sind noch nicht vollständig erholt – man sieht viel totes Riff – aber die Fische sind zurück. Ich schwamm zwischen Schwärmen von Neon-Doktorfischen, und für einen Moment war ich allein. Dann kamen die nächsten 50 Touristen.

Mittagessen gab es auf Phi Phi Don, der Hauptinsel. Buffet: Pad Thai, gebratener Reis, Hühnchen süß-sauer. Okay, nicht mehr. Der Strand dort war voll – Liegestühle dicht an dicht. Ich setzte mich lieber an die Kaimauer und beobachtete die Longtails.

Der Schnorchelstopp am Nachmittag war der Höhepunkt: Monkey Beach. Die Affen sind dreist, aber die Unterwasserwelt ist eindrucksvoll. Ich sah einen Riffhai (ungefährlich) und eine Meeresschildkröte. Die Strömung war spürbar, aber der Guide warf uns Schwimmwesten zu, bevor jemand Panik bekam.

Fazit nach Phi Phi: Wer schwimmen und schnorcheln will, ist hier richtig. Aber es ist kein Geheimtipp. Die Boote kommen im 15-Minuten-Takt. Wer Einsamkeit sucht, wird enttäuscht.

Warum James Bond Island mich fast überzeugt hätte

Vier Wochen später stand ich um 6:30 Uhr am selben Pier, diesmal für James Bond Island. Die Tour war eine Longtail-Boot-Tour durch die Phang Nga Bucht – kein Speedboot, sondern ein traditionelles Holzlongtail. Der Motor klang wie ein alter Rasenmäher, aber das Tempo war genau richtig zum Fotografieren.

James Bond Island selbst – offiziell Khao Phing Kan – ist winzig. Ein schmaler Sandstreifen, ein paar Bäume, und dann dieser Felsen, der aus dem Wasser ragt. Ja, er sieht aus wie im Film. Ja, es stehen 50 Leute da und machen das gleiche Foto. Aber die Bucht drumherum ist beeindruckend: Mangroven, versteckte Lagunen, Höhlen, die nur bei Ebbe zugänglich sind.

Wir fuhren durch die "Hong"-Lagune – eine von Mangroven umschlossene Bucht, die nur durch eine niedrige Höhle erreichbar ist. Bei Flut mussten wir uns flach ins Boot legen, um durchzukommen. Das war der Moment, der mich fast umgestimmt hätte. Kein Schnorcheln, kein Schwimmen – aber dieses Gefühl, einen Ort zu entdecken, den man nur so erreicht.

Mittagessen gab es im schwimmenden Dorf Koh Panyee. Das Dorf wurde vor 200 Jahren von indonesischen Fischern auf Stelzen gebaut. Heute leben 1.500 Menschen dort. Das Restaurant servierte fangfrischen Fisch, Garnelen und Currys. Der beste Touristenlunch, den ich je hatte – und ich habe viele erlebt.

Fazit nach James Bond Island: Weniger Action, mehr Atmosphäre. Man sitzt viel im Boot, aber die Landschaft ist spektakulär. Für Fotografen und Ruhesuchende ideal.

Die James-Bond-Erfahrung – Langsam, aber bildgewaltig

Die Longtail-Tour war entspannter als das Speedboot. Kein Gehetze, keine festen Zeiten. Wir stoppten an drei oder vier Stellen, der Guide ließ uns einfach machen. Die Höhlentour durch die "Eiscreme-Höhle" (so genannt wegen der weißen Kalksteinformationen) war mit Stirnlampen – nass, eng, aber ein echtes Abenteuer.

Der Nachteil: Kein Schwimmen. Das Wasser in der Phang Nga Bucht ist brackig und trüb – keine Korallen, keine Fische. Wer ins Wasser will, ist hier falsch. Ich sah ein paar Touristen, die enttäuscht am Rand des Longtails baumelten, weil sie sich einen Sprung ins Klare erhofft hatten.

Der Moment, in dem ich mich entschied

Es war 15:30 Uhr auf der Rückfahrt von James Bond Island. Die Sonne stand tief, die Mangroven warfen lange Schatten, und ich hatte 47 Fotos gemacht. Gute Fotos. Aber ich spürte diesen Drang, ins Wasser zu springen – und das konnte ich nicht.

Auf Phi Phi war ich um 15:30 Uhr völlig erschöpft, aber glücklich. Ich hatte Salzwasser in den Ohren, Sand in der Badehose und das Gefühl, wirklich geschwommen zu sein. Die Fotos waren mittelmäßig – zu viele Köpfe im Bild – aber die Erinnerung an den Riffhai war stärker als jedes Bild.

Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich wieder Phi Phi wählen. Aber nur, weil ich ein Wasser-Mensch bin. Wer Fotografie liebt, Ruhe sucht oder nicht schwimmen kann, ist bei James Bond Island besser aufgehoben.

Was ich vorher gern gewusst hätte

Häufig gestellte Fragen

Welcher Ausflug ist besser für Schnorchler?

Phi Phi. Die Korallenriffe und das klare Wasser um Maya Bay und Monkey Beach sind ideal zum Schnorcheln. James Bond Island hat brackiges Wasser und kaum Unterwasserleben.

Welcher Ausflug ist besser für Fotografen?

James Bond Island. Die Kalksteinfelsen, Mangroven und das schwimmende Dorf Koh Panyee bieten spektakuläre Motive. Phi Phi ist schön, aber die Menschenmassen machen gute Fotos schwierig.

Welcher Ausflug ist weniger anstrengend?

James Bond Island. Man sitzt die meiste Zeit im Boot, es gibt weniger Lauferei und keine Schnorchelstopps. Phi Phi erfordert Schwimmen und mehr Bewegung in der Sonne.

Kann man beide Ausflüge an einem Tag machen?

Nein, das ist unmöglich. Beide Touren dauern einen ganzen Tag (7:00 bis 17:00 Uhr) und starten von verschiedenen Piers. Selbst mit einem privaten Boot wäre es eine Hetzjagd.

Welcher Ausflug ist besser für Kinder?

James Bond Island. Die Longtail-Boote sind ruhiger, es gibt keine starken Strömungen, und das schwimmende Dorf ist interessant für Kinder. Phi Phi hat mehr Wellengang und kann seekrank machen.

Wann ist die beste Reisezeit für diese Ausflüge?

Die Trockenzeit von November bis Februar bietet das beste Wetter (25-32°C, wenig Regen). März bis Mai ist extrem heiß (35-40°C) und für Phi Phi anstrengend. Juni bis Oktober ist Regenzeit – Morgentouren sind noch machbar, aber Nachmittagsschauer sind wahrscheinlich.

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